Auch Sie bekommen Fördermittel beim Energiehausbau

Jeder kann sparen, wenn er sich informiert (Quelle: Bigstock-ID-42819019-by-alexraths)

Ein Haus zu bauen ist oftmals eine langwierige Entscheidung. Wenn diese aber gefällt wurde, handelt es sich heutzutage meist um ein Energiesparhaus. Denn ein Energiesparhaus bietet ein unheimliches Sparpotenzial. Nicht nur das Kreditinstitut für Wiederaufbau, kurz KfW, vergibt Kredite. Auch Länder und Kommunen bewilligen oftmals Zuschüsse für einen Hausbau der die Umwelt schont.

Bauherren sparen nicht nur ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung ihres Energiesparhauses durch verminderte Energiekosten, sondern auch schon beim Bau. Vorausgesetzt sie nehmen sich Zeit, sich mit den verschiedenen Institutionen auseinanderzusetzen. Es gibt nämlich mehrere Töpfe, aus denen die Fördermittel für Bauherren eines Energiesparhauses fließen kann. Man muss nur wissen wo man diese Förderungsmittel beantragt:

  • Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW)

    Hierbei handelt es sich wohl um den bekanntesten Kreditgeber für Bauherren von Energiesparhäusern. Die KfW bietet für den Bau eines Energiesparhauses allgemein gute Konditionen für Kredite an, welche unterhalb der Konditionen für normale Baukredite liegen. Hier werden die Bedingungen für den Kredit je nach Effizienzklasse des Hauses berechnet. Seit dem 01.07.2010 gibt es neben den besseren Konditionen für einen Kredit auch noch direkte Zuschüsse. Das heißt, ein Teil des Kredites wird von vornherein gelöscht. Die Höhe dieses Anteils ist abhängig von der Energiesparklasse des Hauses. Insgesamt bekommt man so aus der KfW-Förderung bis zu 10 Prozent vom Wert des Hauses.

  • Fördermittel der Länder

    Auch die Bundesländer in Deutschland bieten unterschiedliche Fördermittel. Diese können ähnlich wie bei der KfW, Kredite mit besonders guten Konditionen sein, oder aber Kreditzuschüsse. Je nach Bundesland und Lage der eigenen vier Wände wird hier bezuschusst. Hierbei sei gesagt, dass Familien von den Ländern mehr gefördert werden. Doch auch Singles sollten sich nicht abschrecken lassen und sich ihre Vorteile sichern. Ein Beispiel für die Fördermittel der Länder ist das Hamburgische Wohnungsbaukreditinstitut. Dieses bietet einen Zuschuss von bis zu 240 Euro pro Quadratmeter für Energiesparhäuser. Maximal ist so mit einem Plus von bis zu 31.000 Euro im Portemonnaie zu rechnen.

  • Fördermittel durch Kommunen

    300 Kommunen in Deutschland vertreten die Meinung, dass das Projekt Energiesparhaus gefördert werden muss (Stand: April, 2009). Förderanträge und Ansprechpartner müssen direkt bei der Stadtverwaltung aufgesucht werden. Bei den Kommunen ist es wie bei den Ländern: Familien erhalten mehr Fördermittel als alleinstehende Bauherren. Als lukratives Beispiel bietet sich hier Hannover an. Die Stadt stellt städtische Baugrundstücke für Familien zur Verfügung mit einem Kaufnachlass von bis zu 40 Prozent (10 Prozent pro Kind). Auch Kaufbeuren ist mit 5000 Euro pro Kind (maximal vier Kinder à 5000 Euro = maximal 20.000 Euro) und einem Stadtbusjahresticket für jeden Bewohner des Hauses ganz oben bei den Förderern mit dabei.

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

    Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, bezuschusst umweltfördernde Technik. Als Förderung der Umwelt durch Technik gelten hier:

        • Solarkollektoranlagen bis einschließlich 40 m² Bruttokollektorfläche mit Ausnahme von
          Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung
        •  Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche auf Ein- und Zweifamilienhäusern mit hohen Pufferspeichervolumina
        • automatisch beschickten Anlagen zur Verbrennung von fester Biomasse für die thermische Nutzung bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung
        • besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln bis einschließlich    100 kW Nennwärmeleistung
        • effizienten Wärmepumpen bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung
        • Besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien. Zu diesen zählen große Solarkollektoranlagen von     20 m² bis einschließlich 40 m² Bruttokollektorfläche sowie Sekundärmaßnahmen zur Emissionsminderung und Effizienzsteigerung bei anlagen zur Verfeuerung von fester Biomasse bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung
          (Quelle: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/vorschriften/energie_ee_richtlinie_15_03_2011.pdf)

Handwerkliche arbeiten von der Steuer absetzen

Es gibt nicht nur die Zuschüsse der KfW, Länder, Kommunen so wie der BAFA, auch an anderer Stelle kann der Bauherr sparen. Dies gilt leider nicht für Neubauten, sondern nur für Reparaturen und Modernisierungen am schon vorhandenen Haus. Natürlich sind auch hier Energiesparhäuser mit einbezogen. So ist es möglich beim Finanzamt Rechnungen von Handwerkern von bis zu 1.200 Euro steuerlich abzusetzen. Gemeint sind hier die reinen Arbeitsstunden und nicht etwa die dazugehörigen Materialien. Dies gilt allerdings auch nur dann, wenn der zu zahlende Betrag per Überweisung getätigt wurde.

Fördermittel für Beratung

Auch bei der Beratung können Sie sparen und zwar durch das schon oben erwähnte BAFA. Voraussetzung dieses mal: Ein Haus mit einem Bauantrag vor 1995. Hier bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für Ein- und Zweifamilienhäuser 300 Euro sowie für Mehrfamilienhäuser 360 Euro. Wird bei der Beratung entdeckt, dass es technische Maßnahmen gibt, welche ergriffen werden können um Strom einzusparen, gibt es noch einmal einen Bonus von 50 Euro oben drauf. So können zusammen bis zu 50 Prozent des Beraterhonorars durch das BAFA übernommen werden.

Fazit

Wie Sie sehen lohnt es sich sehr, sich vor dem Hausbau zu informieren. Auch Menschen, die ein älteres Haus besitzen und darüber nachdenken dieses modernisieren zu lassen können einen Nutzen, aus vorher getätigter Recherche, ziehen. Denn auch noch heutzutage kann man viel Geld wiederbekommen, wenn man sich an die richtigen Stellen und Ämter wendet. Scheuen Sie sich nicht Beratungsstellen aufzusuchen, wenn sie nicht genau wissen ob sie zu denjenigen gehören, die Zuschüsse beantragen können.

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 42819019 by alexraths

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