Die Energieeffizienzklassen richtig verstehen

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Die Pflicht zu Kennzeichnung von Haushaltsgeräten mit der Energieeffizienzklasse ergibt sich aus einer Verordnung der Europäischen Union. Die Grundlage dafür wurde im Jahr 2010 geschaffen. Eine Überarbeitung der Vorschriften zu den Energieeffizienzklassen erfolgte 2013. Dabei wurden die Regelungen erheblich verschärft und auf andere technische Geräte wie beispielsweise Fernseher ausgeweitet.Für einige Haushaltsgeräte gibt es inzwischen strenge Vorschriften, welche Ansprüche beim Energieverbrauch von ihnen erfüllt werden müssen, um überhaupt in den Handel zu kommen. So dürfen ab November 2013 nur noch Wäschetrockner verkauft werden, die eine Energieeffizienzklasse C oder besser mitbringen. Im Herbst 2015 greift dann eine Beschränkung auf die Klassen A und B. Geräte der Klassen C, D, E, F und G dürfen danach nicht mehr verkauft werden.

In Deutschland gibt es besondere Regelungen

Deutschland hat auf der Basis der EU-Gesetze noch erheblich strengere Richtlinien in der Energieverbrauchskennzeichnungs-verordnung erlassen. So dürfen ab Dezember 2013 nur noch Waschmaschinen verkauft werden, die mindestens zur Energieeffizienzklasse A+ gehören. Dieser Anspruch wird bereits seit dem Sommer 2012 an sämtliche Kühlschränke und Gefrierschränke gestellt, die in der Bundesrepublik Deutschland als Neugeräte verkauft werden sollen. Darüber hinaus greift auf der Basis der Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung die Pflicht zur Angabe der Energieeffizienzklassen in Deutschland auch bei Staubsaugern, Elektrobacköfen und Klimageräten sowie Lampen.

Wie werden die Energieeffizienzklassen bestimmt?

Haushaltskühlgeräte: Ausgangspunkt der Einstufung ist immer der individuelle Energieverbrauch eines Haushaltsgeräts oder Fernsehers im Vergleich zu einem Referenzgerät. Danach wird ermittelt, wie viel Prozent Strom das zu bewertende Haushaltsgerät mehr oder weniger verbraucht. So liegt der Stromverbrauch eines Kühlschranks der Energieeffizienzklasse G beispielsweise beim 1,5-fachen Wert des Referenzgeräts. Möchte ein Kühl- oder Gefriergerät eine Einstufung in die Klasse A haben, darf es lediglich 55 Prozent der beim Referenzgerät gemessenen Energie verbrauchen. Bei der Klasse A+ liegt der maximale Wert bei 44 Prozent des Verbrauchs des zugrunde gelegten Referenzgeräts. 33 Prozent der Energiemenge des Referenzkühlschranks darf ein Kühlgerät mit der Energieeffizienzklasse A++ nutzen und bei der Klasse A+++ sind es gerade einmal noch 22 Prozent. Hier einige Beispiele, welche Modelle welche Verbrauchswerte haben:

Bosch KGE39AI40 Kühl-Gefrierkombination = EEK A+++
Bomann KS 197 Kühlschrank = EEK A++
Severin Tischkühlschrank KS 9893 = EEK A+
Husky HUS-CC 165 Flaschenkühlschrank = EEK A
Klarstein Manhattan Mini-Kühlschrank = EEK B

Haushaltswaschmaschinen und Wäschetrockner: Für jede Art von Haushaltsgeräten wurden unterschiedliche Grenzwerte bei den Energieeffizienzklassen geschaffen. In die Klasse A werden die Waschautomaten, Waschtrockner und Wäschetrockner eingestuft, deren Energieverbrauch im Vergleich zum Referenzgerät bei maximal 68 Prozent liegt. Um ein Label mit der Energieeffizienzklasse A+ zu bekommen, darf der Verbrauch 59 Prozent der Stromaufnahme des Referenzgeräts nicht übersteigen. Die Grenzwerte für die Energieeffizienzklassen A++ und A+++ liegen für Waschgeräte und Trockner bei 52 und 46 Prozent. Hier ein kleiner Überblick, welche Modelle zu welchen Energieeffizienzklassen gehören:

Siemens iQ300 WM14E425 Waschmaschine = EEK A+++
Bauknecht WAK 62 Waschmaschine = EEK A++
Beko WML 15106 NE Waschmaschine = EEK A+
AEG Lavamat Turbo L16850A3 Waschtrockner = EEK A
LG F1496AD3 Waschtrockner = EEK B

Haushaltsgeschirrspüler: Die höchsten für die einzelnen Energieeffizienzklassen zulässigen Grenzwerte gelten derzeit noch bei den Geschirrspülern. Um die Klasse A zu erreichen, darf ein Geschirrspüler bis zu 71 Prozent der Verbrauchswerte des Referenzgeräts mitbringen. Für die Energieeffizienzklasse A+ sind es 63 Prozent, für die Klasse A++ bis zu 56 Prozent und für die Kennzeichnung mit dem Energielabel A+++ lediglich fünfzig Prozent.

Siemens SN56M598EU integrierbarer Geschirrspüler = EEK A+++
Siemens SN45M539EU Geschirrspüler = EEK A++
Bosch SMU50L15EU Unterbaugeschirrspüler = EEK A+
Candy CEDS 200X-84 Geschirrspüler = EEK A

Warum gibt es die Energieeffizienzklassen überhaupt?

Dass die Kennzeichnung mit der jeweiligen Energieeffizienzklasse zu einer gesetzlichen Vorschrift geworden ist, hat gleich mehrere Gründe. Einerseits kann der interessierte Kunde sich daran orientieren und sein Haushaltsgerät nicht nur nach den vorhandenen Funktionen und dem eigentlichen Kaufpreis auswählen. Er hat über das Energielabel auch die Möglichkeit, die Unterhaltskosten abschätzen zu können, ohne sich dafür mit den technischen Datenblättern der Haushaltsgeräte beschäftigen zu müssen. Praktisch ist, dass das Energielabel gleich mit einer Farbkennzeichnung gekoppelt wurde. Dabei werden die Ampelfarben Rot, Gelb und Grün angewendet. So ist auf den ersten Blick erkennbar, welche Haushaltsgeräte eine gute Umweltverträglichkeit mitbringen und bei welchen Modellen Vorsicht geboten ist.

Was sagen die detaillierten Verbrauchswerte aus?

Energieeffizienzklassen Kuehlgeraete Quelle:Bundes Umweltamt

Energieeffizienzklassen Kühlgeräte Quelle:Bundes Umweltamt

Neben der Energieeffizienzklasse werden für elektrische Haushaltsgeräte auch konkrete Zahlen zu den Verbrauchswerten angegeben. Bei Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspülern beziehen sie sich auf ein Referenzprogramm im mittleren Bereich. Der Energiebedarf bei Kochwäsche liegt beispielsweise darüber und die Verbrauchswerte beim Kurzprogramm darunter. Bei Kühlgeräten wird von einer durchschnittlichen Nutzung ausgegangen. Dazu ist wissenswert, dass hier die Referenzfamilie zugrunde gelegt wird, die aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern besteht. Der individuelle Jahresverbrauch bei einem Kühlschrank oder einem Gefrierschrank kann davon erheblich abweichen, da er auch davon abhängig ist, wie viel Kühlgut eingelagert und wie oft die Tür des Kühl- oder Gefrierschranks geöffnet wird.

Die üblichen Zusatzangaben bei Waschgeräten und Geschirrspülern

Ergänzend zu den Energieeffizienzklassen werden bei Waschautomaten die Schleuderwirkung und die Waschwirkung angegeben. Ähnlich wie beim Energieverbrauch wird hier das Schulnotensystem angewendet, bei dem die Klasse A der Note 1 und die Klasse E der Note 5 entsprechen. Das Pendant zur Waschwirkung ist beim Geschirrspüler die Reinigungswirkung, bei der das gleiche Benotungsprinzip zur Anwendung kommt. Bei Geschirrspülern und Waschgeräten findet sich außerdem noch eine Angabe zum Wasserverbrauch. Sie bezieht sich einerseits auf einen durchschnittlichen Wasch- oder Spülgang und andererseits auf den Jahresverbrauch. Ähnlich wie beim Jahresstromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten wird die Nutzung durch einen deutschen Durchschnittshaushalt mit vier Personen für die Berechnung herangezogen.

Das bedeutet, dass viele Angaben reine Werte zur Orientierung der interessierten Kunden sind. Das gilt im Übrigen auch bei der Kennzeichnung der Verbrauchswerte von Fahrzeugen, bei denen jeweils eine gemischte Strecke mit gleichen Anteilen aus Stadtfahrten, Fahrten über Landstraßen und Fahrten auf Autobahnen zugrunde gelegt wird.

Bildquelle: (Bigstock by nickylarson974 ID66628942; Energieeffizienzklassen Kühlgeräte Quelle:Bundes Umweltamt)

2 Kommentare

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