Energiesparhäuser – Kosten und Preise

Preise für einen Neubau oder eine Sanierung sind im Vorhinein schwer abzuschätzen

Keine Frage, das Energiesparhaus liegt in den letzten Jahren ganz klar im Trend. Immer mehr Menschen möchten sich langfristig teure Kosten für Energie einsparen, darüber hinaus bietet auch der Staat willkommene finanzielle Förderprogramme an. So ist es kein Wunder, dass die Zahl der Energiesparhäuser Jahr für Jahr ansteigt. Dennoch tappt man als “Laie” auf dem Gebiet häufig noch im Dunkeln, wenn es um die genauen Kosten für ein Energiesparhaus geht. Worauf man hier achten sollte und wie viel ein solches Haus im Schnitt kostet, wird im folgenden Artikel erläutert.

Warum spart das Energiesparhaus so viel Geld?

Grundsätzlich wird der Begriff Energiesparhaus als Oberbegriff für sämtliche Häuser verwendet, die energieeffizient sind bzw. entsprechend saniert wurden und nur noch wenig Energie verbrauchen. Allerdings lässt sich durch diesen Begriff nicht auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um einen Neubau handelt oder nicht – und genauso wenig, ob nun 25% oder 90% der Heizkosten eingespart werden. Unterschieden wird allerdings zwischen dem Passivhaus, dem Niedrigenergiehaus, dem 3-Liter-Haus, dem Nullenergiehaus und dem Plusenergiehaus. All diese Varianten haben unterschiedliche Eigenschaften und unterliegen klaren Regelungen im Hinblick auf ihre Bauweise und Effizienz. Bauherren sind dazu verpflichtet, exakte Messwerte für den Verbrauch von Wärme und warmem Wasser einzuhalten. Ebenfalls gibt es bei den jeweiligen Energiesparhäusern spezielle Anforderungen für:

  • die Technik der Fenster
  • die Dämmung
  • die Lüftung.

Was kostet ein Energiesparhaus? Ein Überblick:

Wenn man ein Haus neu bauen möchte und sich für ein Energiesparhaus entscheidet, dann stehen häufig die Kosten für den Bauherren im Vordergrund. Fakt ist, dass die Energiepreise kontinuierlich anzusteigen scheinen – mit einem solchen Haus kann man jedoch auch auf lange Sicht viel Geld einsparen. In aller Munde sind derzeit Begriffe wie Plusenenergiehäuser oder Passivhäuser. Bei einem Passivhaus handelt es sich um ein Gebäude, welches so gut gedämmt ist, dass keine Heizung mehr notwendig ist. Das Plusenenergiehaus ist dagegen ein Haus, welches fast schon wie ein kompaktes Kraftwerk funktioniert. Dank einer Solaranlage stellt es mehr Energie her, als es verbraucht. Nimmt man es sehr genau, dann ist heutzutage im Grunde jeder Neubau ein Niedrigenergiehaus, wenn man ihn mit der Bauweise von vor einigen Jahrzehnten vergleicht. Das liegt daran, dass die Technik heutzutage viel fortschrittlicher ist und einen sehr geringen Verbrauch von Wasser und Heizkosten ermöglicht, wenn man es richtig anstellt. Prinzipiell kann gesagt werden, dass der Energieverbrauch von einem Energiesparhaus nicht mehr als 60 kWh pro m² im Jahr beträgt – das schreibt auch die deutsche Energiesparordnung vor, welche von der Bundesregierung beschlossen wurde.

Anschaffungspreise Neubau

Beachten sollte man, dass man beim Bau eines Energiesparhauses auf den ersten Blick vermeintlich mehr bezahlt als bei einem normalen Haus. Die Anschaffung eines solchen Gebäudes ist durchaus nicht billig, denn es benötigt eine gute Dämmung in Wänden und Böden, eine mehrfache Verglasung der Türen und Fenster und natürlich weitere technische Aspekte, damit das Haus später so wenig Energie verbraucht wie nur möglich. Insbesondere, wenn man sich dann noch Solarzellen für das Dach wünscht, kommt man oft nicht mehr um einen Kredit herum. Schnell kann ein Energiesparhaus dann 300.000 Euro und mehr kosten, je nach Ausstattung gibt es hier keine pauschalen Aussagen, da es auch vom entsprechenden Anbieter abhängt, wie teuer das Haus letzten Endes wird. Dass das zunächst recht abschreckend wirkt, ist klar – allerdings sollte man sich bewusst machen, dass sich die Energiesparhäuser Preise durchaus rentieren. Darüber hinaus profitiert man von staatlichen Fördergeldern, insbesondere, wenn man Solarzellen auf dem Dach installieren möchte.

Umbauten sind eine andere Variation um Energie zu sparen

Billiger kommt man dennoch mit einem Umbau weg, wenn einem die Energiesparhäuser Preise trotz allem zu hoch sind: Wenn man bereits ein Haus besitzt, dieses aber nach den neuesten Energiestandards umrüsten möchte, muss man im Schnitt mit Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro oder mehr rechnen – je nachdem, wie umfassend der Umbau ablaufen soll und was man sich vom “neuen” Haus verspricht. Wichtig ist in allen Fällen, sich vor einer festen Entscheidung umfassend zu informieren – ganz egal, ob man neu bauen oder ein bereits existierendes Gebäude energetisch sanieren möchte. So oder so muss gesagt werden: Ein Umbau lohnt sich immer, auch wenn es sich um einen Altbau handelt – oder auch gerade deswegen. Oft sind die Dämmungen in alten Gebäuden alles andere als optimal und verschwenden viel zu viel Energie, die man praktisch für nichts bezahlt. Und das geschieht oft über Jahrzehnte hinweg, ohne dass man sich darum kümmert, etwas zu ändern. Viel cleverer ist es da, das Geld in eine moderne energetische Sanierung zu investieren, die langfristig günstiger kommt.

Wo findet man die genauen Energiesparhäuser Preise?

Energiesparhäuser Preise können nie pauschalisiert werden, da es unzählige Teilbereiche der energetischen Sanierung bzw. des energieeffizienten Bauen gibt. Die Bandbreite an verschiedenen Arten an Energiesparhäusern ist mittlerweile so groß, dass es überhaupt nicht möglich ist, eine Kostenübersicht, ohne klare Ziele, aufzulisten. Besser ist es, sich nach den Kosten für einzelne Bereiche zu informieren, wie zum Beispiel für eine Solaranlage. Auf diese Weise lässt sich besser eingrenzen, wie viele Kosten man für das entsprechende Energiesparhaus einplanen sollte. Dazu gehört allerdings auch, sich Gedanken zu machen, was man von einem solchen Haus erwartet.
Fakt ist, dass der größte Vorteil eines solchen Hauses die langfristige Ersparnis ist, auch wenn man zunächst viel Geld in den Bau eine Energiesparhauses investiert. Zwar sind die Energiesparhäuser Preise sehr hoch, doch dafür kann ein solches Haus eine Menge. Oft werden Anlagen eingebaut, welche sich beispielsweise dem Klima anpassen und sich im Sommer zum Kühlen bzw. im Winter zum Heizen nutzen lassen. Eine intelligente Planung ist bei einem Energiesparhaus allerdings ebenfalls wichtig. Aspekte wie zum Beispiel eine Fußbodenheizung sind nicht nur elegant, sondern auch funktionell: Sie ersetzt beispielsweise eine teure Warmwasserheizung und erhöht zugleich den gesamten Komfort im Haus.

 

 

Bildquelle: jaddingt/Bigstock.com

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