Energiesparhäuser

Ein Energiesparhaus ist ein Haus, das, verglichen mit Häusern früherer Bauarten, weniger Energie verbraucht. Eine genaue Definition gibt es nicht, jedoch lassen sich unter dem Begriff Energiesparhaus die verschiedenen Energiestandards wie Niedrigenergiehaus, 3-Liter-Haus, KfW-40-Haus, Passivhaus oder Null-Energiehaus zusammenfassen. Auf Grund der heute geltenden Vorschriften wie z.B. die Energiesparverordnung oder das Erneuerbare Energien Gesetz ist heute zwangsläufig jedes neue Haus ein Energiesparhaus. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal bei den verschiedenen Standards ist der Energiebedarf pro Quadratmeter und Jahr.

Die folgenden Hauskategorien dürfen sich Energiesparhaus nennen:

Auch ein gut sanierter Altbaut kann ein Energiesparhaus sein.

Auch ein gut sanierter Altbaut kann ein Energiesparhaus sein.

Niedrigenergiehäuser verbrauchen nicht mehr als 70 kWh je Quadratmeter und Jahr an Heizenergie. Dieser Wert gilt natürlich in erster Linie für Neubauten, er kann aber bei besonders gut sanierten Altbauten erreicht werden.

Ein 3-Liter-Haus ist ein Energiesparhaus, das pro Jahr und Quadratmeter nicht mehr als 3 Liter Heizöl verbraucht. Es ist so ausgerichtet, dass das Sonnenlicht Fußböden und Wände erwärmt und diese Wärme über eine spezielle Lüftungsanlage im ganzen Haus verteilt wird. Ein so genannter Pufferspeicher nimmt überschüssige Wärme auf, um sie später nach Bedarf kontinuierlich wieder abzugeben. Über Wärmetauscher wird mit der verbrauchten Luft die frische, kältere Luft vorgewärmt, bevor sie in die Räume gelangt.

Weitere Varianten sind das KfW-40 oder -60-Haus. Hierbei handelt es sich um Niedrigenergiehäuser, die eine Förderung durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Anspruch nehmen können. Bei der Angabe 40 bzw. 60 handelt es sich um die maximale Höhe des Primärenergiebedarfs pro Quadratmetr und Jahr. Die verschiedenen Maßnahmen, mit denen ein solcher Wert erreicht werden kann, werden entsprechend finanziell gefördert.

Bei einem Passivhaus nutzt eine ausgeklügelte Lüftungsanlage alle zur Verfügung stehenden Wärmequellen (u.a. auch die Abwärme von Personen oder technischen Geräten) und verteilt sie gleichmäßig im ganzen Energiesparhaus. Sie arbeitet dabei nahezu verlustfrei. Diese Häuser sind außerdem so gut isoliert, dass sie ohne handelsübliche Heizungsanlage auskommen. Eine Solaranlage oder ein Kaminofen sorgen bei Bedarf für Energienachschub.

Energiesparhäuser sind moderne Häuser, in ein modernes Haus gehören moderne Innentüren, haben sie sich schon einmal Schiebetüren von Kuhn angesehen?

Den absoluten Spitzenplatz in der Kategorie Energiesparhaus markiert das Nullenergiehaus: Ein Gebäude, das völlig unabhängig von externen Energieversorgern ist. Hierbei reichen die installierten Techniken wie Solaranlage und Wärmetauscher in Verbindung mit einer optimalen Isolierung aus, sich selbst mit 100% Energie zu versorgen. Ein Energiesparhaus, dessen Bewohner künftigen Preiserhöhungen bei Energieträgern (Strom, Öl, Gas) gelassen entgegensehen können.

Zum Schluss noch ein paar technische Erläuterungen zu den wichtigsten Energielieferanten, die in einem Energiesparhaus eingesetzt werden:

Am bekanntesten ist sicherlich die Photovoltaikanlage. Speziell beschichtete Solarzellen wandeln das Licht der Sonne in Gleichstrom um, der nach Umwandlung in Wechselstrom in das Hausstromnetz im Energiesparhaus eingeleitet wird bzw. bei Überproduktion auch ins öffentliche Netz geht und entsprechend vergütet wird.

Bei der Solarthermie wird mit dem Sonnenlicht über Solarkollektoren das Brauchwasser im Energiesparhaus erwärmt. Es kann auch zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden.

Wärmepumpen entziehen je nach Bauart aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft Wärme, die in einem komplizierten Verfahren – vereinfacht kann man auch von einem umgekehrten Kühlschrankprinzip sprechen – unter Einsatz von Strom auf die erforderliche Temperatur angehoben wird.

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