Photovoltaik

Wenn es um alternative Energieformen geht, deren Potential bei Weitem noch nicht ausgeschöpft wird, spielt das Thema Photovoltaik eine wichtige Rolle. Der Begriff Photovoltaik besteht unter anderem aus dem griechischen Wortteil phot (Licht) und der Maßeinheit der elektrischen Spannung Volt.

Bereits fast zweihundert Jahre liegt die Entdeckung durch Alexandre Edmond Becquerel zurück, dass aus Licht elektrische Energie entsteht. Photovoltaik wandelt die Energie der Sonne in Strom um. Bei der Umwandlung selbst entstehen weder Kosten noch CO2. Das ist ein Grund, warum Photovoltaik-Anlagen in zahlreichen Energiesparhäusern installiert sind, um einen Teil des benötigten Stromes zu erzeugen.

In Deutschland wird der Photovoltaik durch staatliche Förderregelungen und günstigen KfW-Finanzierungen zum vermehrten Einsatz verholfen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den erzeugten Solarstrom zu garantierten Preisen an Energieversorger zu verkaufen.

Den Strom aus einer Photovoltaik-Anlage kann man selbst nutzen oder ins allgemeine Stromnetz einspeisen

Den Strom aus einer Photovoltaik-Anlage kann man selbst nutzen oder ins allgemeine Stromnetz einspeisen

Mit dem Strom der Photovoltaik kann man entweder die Stromversorgung des eigenen Hauses sicherstellen oder den Strom ins allgemeine Stromnetz einspeisen. Günstiger ist der Verkauf an einen Versorger. Der erzeugte Solarstrom geht komplett ins Stromnetz. Der Anlagenbetreiber erhält dafür eine durch staatliche Regelungen garantierte Vergütung. Seinen Strom lässt er sich von seinem Stromversorger liefern und bezahlt dafür den üblichen Tarifpreis. Die Differenz zwischen Solarstromvergütung und Stromtarif ist der Gewinn. Der große Vorteil einer Photovoltaik-Anlage besteht darin, dass sie mit der Sonne eine natürliche, unbegrenzt zur Verfügung stehende und kostenfreie Energiequelle nutzt. Photovoltaik-Module liefern 20 Jahre zuverlässig Strom. Danach reduziert sich die Stromausbeute um wenigstens 20 Prozent deutlich. Die Solarstrom-Module müssen dann ersetzt werden. Wenn der Wirkungsgrad von derzeit weniger als 20 Prozent erheblich gesteigert werden kann, wird sich die Stromerzeugung wirtschaftlich auch ohne Förderung rechnen.

Energiesparhäuser gibt es in mehreren Arten. Bei sogenannten Null- beziehungsweise Plusenergiehäusern wird vermehrt auf Photovoltaik gesetzt. Das Nullenergiehaus nutzt Photovoltaik, um den im Haus notwendigen Strom komplett selbst zu erzeugen Die Stromversorgung wird, ohne andere Energieversorger nutzen zu müssen, sichergestellt. Beim Plusenergiehaus wird mehr Strom als für den eigenen Verbrauch notwendig erzeugt und ins allgemeine Netz eingespeist. Das ist allerdings nur in Kombination mit weiteren alternativen Techniken der Energiegewinnung (Wärmepumpen, Solarkollektoren) möglich. Auch Passivhäuser verwenden Photovoltaik zur zusätzlichen Wärmegewinnung.

Auch wenn vom Laien die zwei Begriffe Photovoltaik und Solarthermie gern als eins bezeichnet werden, stehen beide Bezeichnungen für jeweils unterschiedliche Verfahren. Bei beiden Verfahren werden Sonnenstrahlen für die Gewinnung von Energie ausgenutzt. So wird auf kostengünstige und umweltfreundliche Weise Energie erzeugt. Da beide Technologien (Photovoltaik, Solarthermie) in unterschiedlich groß dimensionierten Anlagen eingesetzt werden können, reichen die Nutzungsformen von der Beheizung des Einfamilienhauses bis hin zur Stromerzeugung in bedeutenderen Größenordnungen.

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