Photovoltaikanlage planen und einbauen

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Strom ist eine der zentralen Energieformen, die unser modernes Leben bestimmen und in vielerlei Hinsicht erst ermöglichen. Die meisten Geräte in einem Haushalt werden mit Elektrizität betrieben – von der Beleuchtung über Kühlschrank, Waschmaschine und E-Herd bis hin zu PC, Drucker oder Fernseher. Eine Tatsache, die zunehmend ein globales Problem darstellt, denn immer mehr Menschen (und erhöhte Lebensstandards) erfordern auch immer größere Mengen an Strom. Und doch gibt es eine Energie, die uns in schier unbegrenztem Maße zur Verfügung steht: die Sonne. Photovoltaikanlagen nutzen genau diese Energiequelle und erzeugen umweltfreundlichen Solarstrom. Doch bevor man sich entscheidet, eine Photovoltaikanlage planen und einbauen zu wollen, sollte man eine gründliche Bestandsaufnahme durchführen und einige Fragen klären: Wo befinden sich die „Stromfresser“ und welche Möglichkeiten habe ich, Strom im täglichen Leben einzusparen? Und: Gibt es lohnende Investitionen, um langfristig Strom und Geld einzusparen? Darüber hinaus setzen immer mehr Menschen auf die Investition in eine Photovoltaikanlage; doch bevor es in die konkrete Planung und Umsetzung geht, sind eine Abschätzung und mögliche Verringerung des eigenen Stromverbrauchs erste Schritte in die richtige Richtung.

Strom sparen im Alltag – was Sie tun können

Unabhängig davon, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben und ob Sie in einem Haus oder einer Wohnung leben…Stromsparmaßnahmen, die keiner Investition bedürfen, gibt es viele, und meistens ist nur etwas mehr Achtsamkeit und bewusste Aufmerksamkeit notwendig. Hier einige Tipps, wie Sie ganz leicht den Stromzähler und damit auch die Umwelt und das Budget schonen können:

  • Geräte, die immer unter Strom, sprich Stand-by-Modus, stehen, verbrauchen auch immer Energie! Gewöhnen Sie sich daher an, Ihren Computer sowie Fernseh-, Video- und andere Geräte gänzlich auszuschalten, wenn Sie untertags außer Hause sind und v.a. auch über Nacht. Eine Steckerleiste ist dafür äußerst praktisch, insbesondere auch im Bürobereich, da hier nach der Arbeit die angeschlossenen Geräte mit einem Knopfdruck vom Stromnetz genommen werden können.
  • Sparen Sie bei der Beleuchtung: Unabhängig von der Art der verwendeten Leuchtmittel können Sie ganz einfach den Stromverbrauch reduzieren, indem Sie nur die Räume beleuchten, in denen Sie sich gerade aufhalten, arbeiten, lesen etc. Wenn Sie das Zimmer verlassen, Licht ausschalten! Und was viele nicht bedenken: Auch die richtige Wandfarbe hilft, Strom zu sparen. Wer hellere Innenfarben verwendet, benötigt automatisch weniger künstliche Beleuchtung!
  • Denken Sie an Ihre Kühl- und Gefrierschränke: Nicht nur deren (möglichst eher kühler) Standort kann helfen, Energie zu sparen, auch regelmäßiges Abtauen ist eine sinnvolle und kostenlose Maßnahme.
  • Effizient Wäsche waschen: Verpulvern Sie keine unnötige Energie und damit Geld, indem Sie halbvolle Maschinen waschen. Schalten Sie die Waschmaschine erst an, wenn sie gut befüllt ist, und achten Sie auch auf eine angemessene, lieber etwas niedrigere Temperatur, auch das hilft, Strom zu sparen.
  • Sparen Sie beim Kochen: Die Wahl der richtig dimensionierten Töpfe, das Kochen mit Deckel und das Ausnutzen der Restwärme (gilt auch fürs Bügeln) senken den Stromverbrauch.

Brennpunkt Beleuchtung

Wer beim Stromverbrauch (und damit einem wesentlichen Kostenfaktor) der Beleuchtung ansetzen möchte, der kann mit Energiesparlampen auf Dauer einiges einsparen. Gerade in der dunkleren Jahreszeit spielt der Stromverbrauch durch Lampen aller Art eine entscheidende Rolle. Etwa 300 Kilowattstunden des jährlichen Stromverbrauchs gehen auf das Konto von Licht innerhalb der eigenen vier Wände – das sind durchschnittlich 10% des jährlichen Stromverbrauchs! Eine Energiesparlampe hat eine etwa zehnfach höhere Lebensdauer als die Glühbirne und kommt mit einem Fünftel der Energie derselben aus, um die gleiche Leistung zu erzielen. In einer direkten Gegenüberstellung wird dies noch deutlicher: Während eine herkömmliche 60-Watt Glühbirne (Preis/Stück: 1,- Euro, 1000 Stunden Lebensdauer; Anschaffungskosten für 15.000 Stunden: 15,- Euro) auf Gesamtstrom- und Anschaffungskosten von etwa knapp 200,- Euro kommt, betragen die Kosten inkl. Strom und Anschaffung bei der Energiesparlampe für die gleiche Leistungsdauer nur knapp 50 Euro. Dies macht bei einem Haus mit etwa 10 – 15 Lampen schon einen gewaltigen Unterschied. Bei der Anschaffung von Energiesparprodukten sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dem energieeffizienteren Modell den Vorzug zu geben. Allerdings müssen nicht auf einen Schlag alle Elektrogeräte abgeschafft und ersetzt werden. Aber gerade in den preislich überschaubaren Bereichen, wie bei der Innenbeleuchtung, ist ein Umstieg in jedem Fall sinnvoll.

Damit sich Ihre Investitionen in mehr Energieeffizienz lohnen

Wie Sie sehen, können Sie bereits ohne eine finanzielle Investition Strom und damit bares Geld sparen. Und auch schon „minimale“ Anschaffungen können sich zu einer ansehnlichen Ersparnis aufsummieren. Wer über größere Maßnahmen und Investitionen in Energiesparmaßnahmen nachdenkt, der wird sehr schnell feststellen, dass die Möglichkeiten von Dämmungsmaßnahmen über umweltfreundliche und energiesparende Heiztechniken bis hin zu Solar- und Photovoltaikanlagen reichen. Allerdings sprengen die meisten Maßnahmen einen Kostenrahmen von 5000 Euro.

Wer eine Investition bis etwa 1000 Euro ins Auge fasst, kann beispielsweise über einen Kühl- oder Gefrierschrank in einer sehr guten Energiesparklasse nachdenken. Umso sinnvoller, machen Kühlgeräte doch etwa 20% der Strombilanz eines durchschnittlichen Haushaltes aus! Hier amortisieren sich die Mehrkosten bei einer solchen Anschaffung – je nach Energieeffizienzklasse – bereits nach wenigen Jahren. Wer als Hausbesitzer eine umfangreichere und v.a. langfristige Investition umsetzen möchte, für den sind Solar- und Photovoltaikanlagen eine attraktive Option. Vor allem letztere sind auf eine Lebenszeit von etwa 30 Jahren konzipiert, wobei sich die Investitionskosten in etwa 10 – 15 Jahren amortisiert haben sollten und in der Folge ein Gewinn möglich sein sollte.

Wer eine Photovoltaikanlage planen und einbauen möchte, sollte sich vorab nicht nur über mögliche staatliche Förderungen umfassend informieren, sondern auch über Voraussetzungen und wichtige Aspekte einer perfekten Umsetzung. Die langfristige Effektivität einer Photovoltaikanlage ist nicht nur von einer sehr guten Planung abhängig, sondern setzt auch passend konfigurierte und absolut hochwertige Komponenten voraus.

Erfolgreich eine Photovoltaikanlage planen und einbauen

Sie gehören längst zum vertrauten Ortsbild: Photovoltaikanlagen, die von den Dächern glitzern. Ob auf Dächern von Wohnhäusern, größeren Industrieanlagen oder sogar Kirchen – die modernen Anlagen wandeln Sonnenenergie in umweltfreundlichen Strom und speisen ihn ins öffentliche Stromnetz. Was vor einigen Jahrzehnten noch als Zukunftsenergie und zum großen Teil in der Forschung praktiziert wurde, ist heute fixer Bestandteil der nachhaltigen Strom- und Energieerzeugung. Die umfangreichen Förderungsmöglichkeiten sind nur ein Grund, warum sich daher auch immer mehr Menschen entscheiden, eine Photovoltaikanlage planen und einbauen zu lassen. Doch was muss vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage alles beachtet werden?

Zu den wichtigsten Herausforderungen zählen die Verfügbarkeit einer geeigneten Fläche sowie die Ausrichtung der Photovoltaikanlage. Trotz des hierzulande vorherrschenden diffusen Lichts arbeiten Solarzellen sehr gut, allerdings können Sie erst bei ganzjährig schattenfreier Aufstellung und dem optimalen Neigungswinkel optimale Erträge erzielen. „Immer der Sonne entgegen“, sollte das Motto lauten: Wenn die Sonneneinstrahlung in einem Winkel von 90 Grad auf die Solarzellen treffen, ist die Energieausbeute am höchsten. Der optimale Neigungswinkel liegt zwischen 30 und 50 Grad und ist auch von der Dachausrichtung abhängig. Nicht nur die Standortbedingungen spielen eine große Rolle, auch die Aufstellungsart und damit verbundene Installationskosten sollten bedacht werden. Natürlich ist die Größe der Photovoltaikanlage ein wesentlicher Punkt in der Planung – und darüber hinaus die Frage, ob das Dach von der Statik her geeignet ist. Denn insbesondere kristalline Module weisen ein recht hohes Gewicht auf, und daher müssen im Vorfeld auch hohe Schneelasten und Windeinflüsse mit einberechnet werden.

Wer seine Photovoltaikanlage planen und einbauen möchte, der muss nicht nur an die Standortbedingungen denken, sondern auch die Konzeption näher in Augenschein nehmen: Da es inzwischen die Möglichkeit gibt, seine Anlage nicht mehr rein netzgekoppelt zu betreiben, sollte auch ein möglicher Eigenverbrauch und damit verbunden die notwendigen Speicher eingeplant werden. Doch auch netzgekoppelte Photovoltaikanlagen können mit einem Akkumulator ausgestattet werden. Dabei sollten Sie unbedingt auch in die Zukunft denken: Wie hoch ist der momentane Eigenbedarf, und könnte es in Zukunft Veränderungen, z.B. aufgrund Familienzuwachses, geben?
Ein wichtiges Thema während der Planungsphase ist auch die Wirtschaftlichkeit. Diese muss unbedingt gesichert sein, daher empfiehlt es sich, mit erfahrenen Solarteuren oder einem Wirtschaftlichkeitsrechner den jährlichen Ertrag abschätzen zu lassen. Damit lassen sich auch die maximalen Investitionskosten besser errechnen. Aber nicht nur die reine Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit sollte bedacht werden, auch die rechtliche Grundlage muss in eine ordentliche Planung miteinbezogen werden. Muss eventuell eine Baugenehmigung eingeholt werden? In den meisten Fällen ist dies zwar nicht der Fall, allerdings gibt es unterschiedliche Regelungen je nach Bundesland. Wenn man sich über die technischen, konzeptionellen und wirtschaftlichen Details im Klaren ist, sollte man sich über mögliche Stichtage informieren, denn: Die Einspeisevergütung, die am Tag der Inbetriebnahme gilt, behält für 20 Jahre ihre Gültigkeit! Also unbedingt rechtzeitig den Installationstermin festlegen.

Photovoltaikanlagen sind eine Errungenschaft und Energiegewinnungsmöglichkeit, die nicht mehr wegzudenken ist. Eigenstromnutzung, Umweltschutz und dezentrale Stromversorgung sind nur einige wichtige Aspekte, die damit zusammenhängen. Dennoch, oder umso mehr ist es eine äußerst wichtige Voraussetzung, sich früh genug mit allen Details in der Planung seiner Photovoltaikanlage auseinanderzusetzen. Sehr große Unterschiede und Abweichungen in Höhe von bis zu 30% sind bei unterschiedlichen Anbietern und Qualitätsniveaus möglich! Wenn sich solche Differenzen auf 20 oder 30 Jahre summieren, ist auch die Wirtschaftlichkeit und Kostenersparnis gefährdet. Auf langfristige Sicht lohnt es sich daher, Energie und Zeit in eine gute Planung zu investieren, denn nachträgliche Änderungen stellen sich meist als weit teurer heraus und müssen zudem in der Regel vom Besitzer einer Photovoltaikanlage getragen werden. Darum sind eine gut durchdachte Konzeption und erfahrene, professionelle Partner das Um und Auf für jeden, der eine wirklich gute und auf Dauer effiziente Photovoltaikanlage planen und einbauen möchte.

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