Strom sparen im Haus

Strom wird immer teurer und auch das Umweltbewusstsein steigt. Grund genug, Energie zu sparen und die eigenen vier Wände entsprechend auszustatten. Der Austausch von Geräten lohnt sich jedoch nicht immer. 

Effektiv Strom sparen

Wer Energie einsparen möchte, kann an verschiedensten Stellen im Haus ansetzen. Einer der größten Stromfresser ist hierbei die Heizung. Genauer gesagt die Heizungspumpe, welche das heiße Wasser mittels Strom in den Heizkörper pumpt. In vielen Haushalten ist die Pumpe falsch eingestellt und verbraucht mehr Energie als sie eigentlich sollte. Oft ist sie auch einfach veraltet und entspricht nicht den aktuellen Standards. In beiden Fällen lohnt es sich, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und die Pumpe bei Bedarf auszuwechseln.
Unterhaltungsgeräte, wie Fernseher, Computer, Spielkonsolen, Musikanlagen, Radios, Ladegeräte usw., sind ebenfalls wahre Stromfresser. Selbst im Stand-By-Modus verbrauchen sie eine geringe Menge Strom, der sich bei mehreren Geräten schnell summiert. Abhilfe schafft eine Funksteckdose. Ein solches Gerät wird einfach anstelle einer normalen Steckdose verbaut und kann dann per Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden. Hängen mehrere Spielkonsolen, Fernseher und Lampen an der Steckdose, lassen diese sich mit einem Tastendruck ebenfalls abschalten. Die Ersparnis liegt bei bis zu 50 Watt am Tag, was sich auf ein Jahr hochgerechnet zu einem stattlichen Betrag summiert.
Natürlich lässt sich auch Strom sparen, indem die Geräte selbst ausgetauscht werden. Das lohnt sich zwar nur, wenn das jeweilige Gerät sowieso veraltet ist, aber die Ersparnis macht sich dann relativ schnell bemerkbar. Energiesparlampen sollten ebenfalls genutzt werden, da die Stromersparnis hoch ist und man zudem den CO2-Ausstoß reduziert.

Stromfresser in Küche und Bad

Kühlschrank, Backofen und Co. sind fast täglich im Betrieb und verbrauchen dementsprechend viel Strom. Umso wichtiger ist, hier energiesparend zu handeln. So hilft es bereits, den Kühlschrank nur so kurz wie möglich zu öffnen und ihn nicht neben dem Herd oder einer Heizung zu platzieren. Auch der Backofen sollte nicht unnötig lange angeschaltet bleiben. Ideal ist es, komplett auf das Vorheizen zu verzichten und den Ofen etwas früher auszuschalten. Die Nachwärme reicht im Normalfall noch für etwa 10 Minuten Backzeit aus. Natürlich lässt sich auch bei der täglichen Arbeit in der Küche eine Menge Strom sparen, wenn man neue Geräte mit einer guten Energieeffizienzklasse einbaut.
Beim Kochen selbst kann man auch eine Menge Strom sparen. Wer den Deckel auf dem Topf lässt oder Eier und Gemüse im Wasserdampf gart, verbraucht beispielsweise wesentlich weniger Energie. Besonders praktisch ist die Verwendung von Schnellkochtöpfen. Zuletzt lässt sich auch bei den vielen kleinen Geräten, die in der Küche Verwendung finden, Strom sparen. Mikrowelle, Wasserkocher oder Eierkocher verbrauchen weniger Energie als die großen Geräte und sollten deshalb möglichst häufig genutzt werden.
Im Badezimmer gibt es vor allem die Stromfresser Waschmaschine und Trockner. Wer auf einen Trockner verzichtet und die Wäsche nur bei 40 Grad wäscht, spart Strom und damit Geld. Der Föhn sollte zudem ein Modell mit einer guten Energieeffizienzklasse sein.

Wie viel spare ich genau?

Egal, ob Kühlschrank, Lampen oder Wasserkocher: Überall lässt sich mal mehr und mal weniger Strom sparen. Die Ersparnis scheint zwar auf den ersten Blick gering, doch auf ein Jahr gerechnet, ergeben sich beachtliche Summen. So spart man im Jahr rund 46 Euro, wenn der Kochdeckel bei fünf Kochvorgängen benutzt wird. Wer die Maschine lediglich auf 40 Grad einstellt und auf Vorwäsche und Trockner verzichtet, spart in einem Jahr sogar bis zu 110 Euro. Und wenn die Temperatur in den Wohnräumen um nur ein Grad gesenkt wird, fällt die Stromrechnung sogar um 135 Euro günstiger aus. Es gibt also an vielen Stellen die Möglichkeit, Strom und damit bares Geld zu sparen. Allerdings ist es dafür auch wichtig, die richtigen Geräte zu verwenden. Dieses Einsparungen können in neue Geräte investiert werden. Beachten Sie, dass die Einsparungen sich auf den aktuellen Strompreis beziehen. Wenn Strompreise steigen, erhöhen sich auch die Einsparungen!

Energiesparprodukte kaufen: Stolperfallen

Die Energieeffizienzklassen reichen von A+++ bis hin zu D und müssen auf jedem Elektrogroßgerät vermerkt sein. Sie sind zugleich der wichtigste Hinweis, wenn man einen stromsparenden Geschirrspüler, Elektrobackofen oder Wäschetrockner kaufen möchte. Daneben spielen allerdings auch noch einige andere Faktoren eine Rolle. So sollte man natürlich auch Geräuschentwicklung und Größe beachten und sich nicht nur auf die Energieeffizienzklasse verlassen. Schließlich bringt ein stromsparender Kühlschrank nicht viel, wenn nicht alle Lebensmittel hineinpassen und man zusätzlich noch eine Kühlbox oder ähnliches mit Strom versorgen muss.
Auf kleineren Elektrogeräten findet sich in der Regel kein Hinweis auf die Energieeffizienz, weshalb es schwierig ist, zwei Geräte miteinander zu vergleichen. Eine Möglichkeit besteht jedoch darin, sich im Vorfeld im Internet über den Stromverbrauch zu informieren. So lässt sich ein Fehlkauf vermeiden und man wird auch über andere Schwachstellen des Gerätes informiert.
Zuletzt sollte man beim Kauf von Energiesparprodukten auch mit einbeziehen, dass diese in vielen Fällen wesentlich teurer sind als normale Produkte. Es muss also auf lange Sicht geplant und erst einmal investiert werden, bevor man von der Ersparnis profitiert. Wer aus Gründen des Umweltschutzes auf energiesparende Geräte umsteigt, kann schon ab der ersten Betriebsstunde etwas bewirken. So reduziert man durch die Verwendung von Energiesparprodukten den CO2-Ausstoß und spart auf lange Sicht eine Menge Geld.

Bildquellen:(Bigstock by Gudella ID 4800090)

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